Donnerstag, 25. Oktober 2012

tick tock goes the chiming clock

Wenig hat sich verändert. Sogar ein paar unserer Bilder hängen noch in der Eingangshalle. Vor genau zwölf Jahren bin ich das erste Mal durch diese Türen gegangen. Damals trug ein blaues Kleid mit Sternchensandalen, einen riesengroßen pinken Tornister mit Ponys drauf und ein Schild mit einem Bärenbild um den Hals; heute hingegen trage ich Jeans, ein weißes T-Shirt, Keilabsätze, meine Lieblingshandtasche und den Anhänger von meiner Uroma. Ich bin auch nicht mehr 6 sondern 18 Jahre alt; ich fange auch nicht mit der Schule an, ich habe sie beendet. So viele schöne alte Erinnerungen steigen in mir hoch, als ich durch die Flure schlendere und die selbstgemachten Bilder an den Wänden betrachte. Es war eine wunderschöne Zeit hier. Vor der einen Tür bleibe ich stehen; es ist mein alter Klassenraum und noch heute klebt das Bärenbild am Türschild. Die Pause hat angefangen und die ersten Kinder rennen auf den Hof. Ein paar bleiben vor mir stehen und beäugen mich argwöhnisch. Ich gehöre nicht hierher, wie sie bemerken. Auch die Frau, die nun gucken kommt warum ihre Kleinen nicht schon draußen spielen, hat sich ebenfalls kaum verändert. Sie ist etwas gealtert, aber sonst ist sie wie die Frau, die mir das Lesen und Schreiben beigebracht hat. Ihre Augen werden ganz groß als sie mich inmitten der Kinder sieht. Sie schlägt ihre Hand vor den Mund: „Nein. Dich kenne ich doch. Du bist Ivy. Oh mein Gott bist du groß geworden.“ Sie lacht. „Hi, ich wollte Sie mal besuchen kommen. Ich hab jetzt dieses Jahr mein Abitur gemacht und musste die ganze Zeit an die Grundschulzeit denken“ Oh ja, ich habe mich verändert. „Komm rein; du musst mir unbedingt erzählen wie’s dir ergangen ist!“ Viel hat sich verändert.

Wie die Zeit vergangen ist. 

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